Der Park, in dem Sie auch bei Regen feiern können.

Das Hecheln

Der Flachs kam geröstet und geschwungen aus dem Bielefelder Umland, aber auch aus Belgien oder Russland. 

Um die Flachsstempel vom letzten Pflanzenholz zu befreien, wurden sie „gehechelt“. 

Die langen, qualitätsvollen Flachse wurden sortiert, von Hand angehechelt („gekämmt“) und dann den Hechelmaschinen zugeführt. Beim anschließenden „Handspitzen“ zog der Arbeiter die Flachbündel einige Male mit einer leichten Handdrehung durch die „Hechelei“ und erzielte damit die größtmögliche Feinheit der Fasern.

Diese Handarbeiten verrichteten ausschließlich Männer, sogenannte „Spitzer“ - sie verdienten den höchsten Akkordlohn in der Spinnerei. Ihre Tätigkeit zählte zu den qualifiziertesten, war jedoch äußerst anstrengend und gesundheitsschädlich. Stehend in gebückter Haltung, unter stetigem Einsatz von Muskelkraft, verbrachten die „Hechler“ ihren Arbeitstag in trockener Luft mit hoher Staubentwicklung.